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Vorwort:
Wie jetzt, auch ein selbst gestricktes Spitzendeckchen (siehe unten) ist Design? Doch, doch. Denn die Moderne hat den Begriff keineswegs für sich gepachtet. Ganz einfach, Design ist alles, was irgendwie gestaltet ist
oder in China verlassen pro Jahr ca. eine Million Design-Absolventen die Universitäten. Von wo in etwa zehn Jahren unser Design bestimmt wird, es dürfte klar sein.

Design-Klassiker - Originelle, zeitlose Kultobjekte, die man heute noch kaufen kann.


Sie begleiten mich zum Teil mein Leben lang und auch heiß geliebt.

Diese Seite ist nix für Leute ohne Idee für Design, denn ich bin sogar der Ansicht, eine Türklinke oder ein Wasserhahn kann sich auf unser Wohlbefinden auswirken. Apropos, gutes Design muss nicht teuer sein: Investieren Sie lieber in ein paar gute Sachen, als in viele mittelmäßige oder minderwertige.
Hier steckt übrigens eine 'grüne Botschaft' drin: Was länger hält und lange gefällt, schafft wenig Müll.
Das Wort Nachhaltigkeit könnte jetzt durchaus fallen.

Deshalb werden Sie hier auch keine im Baumarkt gekaufte und selbstmontierte Haustürbeleuchtung mit Bewegungsmelder
(z.B. Modell Multanova F69) oder den Staubsauger Modell "Heinzelmann" abgelichtet sehen

und und nix über Tankstellenkaffee, Aufbackpizza und Tüten-Parmesan.


   


   



   

   



   


   


   


   


   





   



   


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Weitere Beispiele:
1934, Mit dem Herrenmodel "Jockey" brachte die Cooper Inc. aus Winconsin die Unterhose wie wir sie heute kennen auf den Markt.  Der Beistelltisch "Servomuto", 1974 hergestellt von Zanotta  - Das Regalsystem 606 von Dieter Rams, 1970. Das war übrigens der Mann, der sagte: "Gutes Design ist so wenig Design wie möglich."  - Die Isolierkanne von Stelton, 1975.

Ebenso gehört hierher natürlich die Leibniz Butterkekse, 1904 mit der Hieroglyphie TET auf der Packung. Es bedeutet, ich erfuhr es auch erst recht spät, "ewig während" - auch die NIVEA-Dose, 1925, Designer unbekannt - der Textmarker von Stabilo Boss, 1971. Weiterhin [...]

Nein, nicht finden werden Sie hier die Nutella-Dose, Maggi-Produkte, die Mirácoli-Packung [...]; solche Produkte habe ich nie verwendet.

Tja, eine Karosse von Porsche wird sich Jürgen Feldpusch bis auf Weiteres leider nicht kaufen können, sein Favorit, der Porsche 911 Turbo - von 0 auf 100 in 3,4 Sekunden, kostet im Basispreis 145.871 Euro.
Wohl doch die falsche Fakultät gewählt?

[...]


In diesem Zusammenhang eine interessante Lektüre: "Goodbye Logo" von Neil Boorman, Econ Verlag 2007
Neil Boorman, der Autor, ein ehemaliger Labeljunkie und britischer Lifestyle-Experte, wagte ein ungewöhnliches Experiment,
um sich von seiner Markensucht zu befreien:
Am 26. August 2006 verbrannte er - unter Aufsicht der Feuerwehr - am Finsbury Square im Osten Londons sämtliche sich in seinem Haushalt befindlichen Markenartikel im Werte von 30.000 Euro.
In diesem amüsant zu lesenden Buch beschreibt der Autor sein markenfreies Leben und wie seine Freunde und Bekannten darauf reagieren.



Tipps:
Mit über 900 Einträgen ist das "Designlexikon International" das derzeit größte deutsche Online-Lexikon zum Thema Design im World Wide Web.


Der Weg zu Urlaub und Design

Architektonisch herausragende Ferienhäuser stellt die nicht kommerzielle, von einem Architekten gepflegte Website www.urlaubsarchitektur.de vor.



Zum Schluss die Faust aufs Auge:


Modell Eberhard, Ausführung in Nussbaum Furnier - Man möge bitte sehr eine
der Schubladen herausziehen; sie fällt einem regelrecht entgegen.

[...]


















Austern
Austern gab es auch in unserer Region. Die Betonung liegt auf "gab es".
Vor Jahrmillionen war Rheinhessen ein Meer inklusive Austern.
Gesehen bei einer Weinprobe des "Collegium Vini" Thema: Weinprobe Rheinhessen


Wie man Austern isst? "Ich fing mit dem zweiten Dutzend flacher Austern an, (...) beobachtete ihre unglaublich zarten braunen Ränder, wie sie reagierten und sich zusammenzogen, als ich Zitronensaft auf sie träufelte und den Schließmuskel von der Muschel loslöste und sie abhob, um sie bedächtig herunterzuschlucken." E. Hemingway, "Paris - Ein Fest fürs Leben" rororo, S. 90. So und nicht anders, sollte man eine Auster essen.
Austern haben übrigens kein Gehirn, aber einen starken Muskel, der den Deckel zuhält.
Also nicht fest auf den Tisch klopfen und "aufmachen" brüllen.



Santons Escoffier, 1803
[...]
Okay, der ganz rechts gehört jetzt nicht ganz hier her, aber ein wenig Lokalkolorit ist ja auch was.

Backpulver "Backin" Der Apotheker Dr. August Oetker entwickelte 1891 ein Backtreibmittel, welches den Teig luftig werden ließ.

SURIG, Essigessenz
Die früher in Ballons und Korbflaschen abgefüllte Essenz wurde ab 1922 in die bis zum heutigen Tage im Handel befindliche Haushaltsflasche in Taillenform verkauft. Heute noch unentbehrlicher Haushaltsreiniger.

Gerrit Rietveld entwickelte 1917 unglaublich frisch, puristisch diesen hölzernen Armlehnsessel ("Red and Blue"), der heute noch von Cassina S.p.A. hergestellt wird.
Ich kann (will) ihn mir nicht leisten, nicht nur deshalb habe ich ihn im Modelmaßstab 1: 2 nachgebaut.
Als Größenvergleich ein RIEDEL Wasserglas,
Design 1991


Die genaue Bezeichnung kenne ich nicht,
ich nenne sie einmal "Eisbecherschirmchen".
Sie "begleiten" mich mindestens seit 1960.


Dieses Design begleitet seit mich 1968:
Französische Ballongläser

Zuletzt gesehen am 16. April 2009 in St. Paul, Côte d'Azur, Frankreich, nein nicht im berühmten (mouseover:) La Colombe D'or, sondern gegenüber im Cafe de la Place.



Sie schneidet Fischflossen, Artischockenblätter  und Papier, öffnet Drehverschlüsse, hebt Kronenkorken und Deckel: Die Zwilling Küchenhilfe von der Firma Zwilling J.A. Henckels Solingen 1938 erfunden,
wird inzwischen millionenfach kopiert.

mouseover:
1936 kreierte der Finne Alvar Aalto diese Vase. Ein genialer Entwurf, der auch heute noch hergestellt und verkauft wird.


ESGE Zauberstab, 1962
Der wohl älteste Stabmixer der Welt bekam 1962 sein Design.



Sitzgelegenheiten, schön der Reihe nach.

So, jetzt stehen Sie einmal auf, Sie können sich ja danach setzen, denn dies ist, nein es ist der von Marcel Breuer 1929 [sic!] für Thonet entworfene Klassiker-Stuhl schlechthin.

Noch einmal aufstehen, Charles Eames, Armlehnstuhl, Modell EA 107, entworfen 1958.
Um diese Zeit kam amerikanisches Möbeldesign nach Europa.
Okay, davon habe ich ehrlicherweise 1958 nichts mitbekommen. Meine Mutter machte damals noch den preußischen Handkantenschlag in das Sofakissen.
Das verhält sich heute anders; machen Sie einmal Ihre Augen auf, im Bundestag, ja, in fast jedem Landtag ist diese Sitzgelegenheit, die von VITRA vertrieben wird, vertreten.


Klappt doch! Sofort zur Stelle, wenn man ihn braucht.
Plia Klappstuhl von Castelli. Seit 1967 ein mehrfach ausgezeichneter Klassiker

1974 schleppten wir zwei Exemplare auf der Rückreise von einem Italienurlaub im VW-Käfer mit nach Hause, natürlich außer der unterarmdicken Salami, dem halben Laib Parmesan und Kisten mit Chiantiwein.


Der Verner Panton Chair. Er ist ein beständiger Design-Klassiger, der heute noch so aussieht wie 1968.
mouseover: Sessel, Modell "Wink" des Japaners Toshiyuki Kita, 1980




Der "Klassiker" für Profis. So heißt es, wenn man im Netz "Santos Presse agrumes nr 11" eingibt.
Das Modell Nr. 11 ist seit 1964 auf der ganzen Welt zigtausend Fach im Einsatz.

Gesehen auch in ...



Kaffeemühle "Sama"
[...]




Vorwiegend sizilianische Exporteure warben auf federleichten Einwickelpapier seit den 60-ziger Jahren im deutschen Sprachraum für ihre fruchtige Ware. mouseover: Teile meiner Sammlung!
Noch viel mehr davon im Buchheimmuseum in Bernried am Starnberger See.


Okay, im Kaufhaus unten in der Stadt verkaufen sie keine Kassetten mehr.
Sie hat aber hier ihren Platz, weil sie mich seit den frühen 70-ziger Jahren begleitet hat.

Sie leierte. Sie entmagnetisierte sich. Sie fesselte mich über Stunden ans Radio. Sie waren mit den selbst aufgenommenen Aufnahmen Liebesbeweise für meine Freundinnen und noch heute setze ich meine Schüler mit auf Kassetten mitgeschnittenen Schulfunksendungen des Hessischen Rundfunks aus.
Hallo da draußen, kennen Sie noch das Wort "Walkman"? Es ist weg!


Alessi-Espressomaschine von 1979
Die erste Espressomaschine von Alessi. 1979  von dem deutsche Designer  Richard Sapper kreiert.

Ebenfalls entwarf Richard Sapper für den italienischen Lampenfabrikanten (wie klingt dies eigentlich auf Englisch?) ARTEMIDE 1972 die Tizio-Lampe.

Zurückversetzt ist "Birdie" zu erkennen. Design von Da Costa, Serien-Raumleuchten, 1982.

Dreibeinig daherkommend eine von Foscarini vertriebene, bildschöne aus Murano-Glas hergestellte Lampe/Leuchte, kreiert 1990 von Rodolfo Dordoni.
mouseover: Die Tischleuchte "Tavolo" (media) von Fontana arte, Designer Max Angrand von 1954!


Eine Gabel mit fünf Zinken?
Das 1976 von Carl Pott entworfene Besteck Modell 33 ist ein Dauerbrenner, der zahlreiche Auszeichnungen für sich verbuchen kann.

Spar-Schäler "Rex", 1947 zum Patent angemeldet.
Daran gibt es nichts mehr zu verbessern.

Flaschenöffner und Korkenzieher von MONO, 1973


Sommelier, 1995
Das dem Laguiole-Messer nachempfundene Kellnermesser stammt von Gérad Boissins. Bei der Gestaltung ließ sich der Designer von Top-Sommeliers beraten:
Das Ergebnis: Mit der 6 cm langen Spirale kann man auch festsitzende Korken wirksam aushebeln.




Orangenkorb, Trichter und Schüssel von Alessi
- überhaupt ALESSI, die Kultschmiede,
bzw. Gebrauchsware, die Freude macht.

mouseover:
1983, Wasserkessel mit Pfeifton ebenfalls von Richard Sapper -  Derzeit in der Überleitung der Nachrichten des ZDF zu sehen.

Wird höchste Zeit, dass wir auf Philippe Starck zu sprechen kommen.
[...]



Penny-Lofer/Loafer-Schuh z.B. von Alden, Anfang 1930
Juni 2009: Michael Jackson trug 1982 in seinem Video zu "Thriller", dieses Tänzchen mit dem ständigen Griff in den Schritt, genau solche Schuhe. Nein, ich kaufe mir kein Jackson-T-Shirt, kein Jackson-Eierwärmer oder -Mousepad.

mouseover:
Levi's Jeanshose 501, 1928 als Markenzeichen eingetragen.
Ach, noch einmal zurück zu den Alden-Schuhen. Billig sind die nicht, aber da fällt mir Aldo Gucci ein. Der sagte einmal: "An die Qualität erinnert man sich noch, wenn der Preis schon längst vergessen ist."


"HAMMeRSBALd?" Nein, einen Design-Dauerbrenner hab' ich noch:
Etwas Selbstgestricktes.
Darunter verbirgt sich dänischer Teetradition verpflichtend das "Blue Fluted"-Dessin von 1775
von Royal Copenhagen.



Bevor Theodor Steinweg 1865 seinem Vater nach Amerika folgte, verkaufte er seine restlichen Geschäftsanteile an die Familie Grotrian. Diese Familie, der man später den Namen GROTRIAN-STEINWEG verlieh, besitzt das Unternehmen seither ausschließlich und ununterbrochen bis zum heutigen Tage.

Seit 1877 stellt die Familie Barilla in Parma Pasta her. Barilla ist inzwischen der weltgrößte Hersteller von Pasta. [...]

Weil meine Frau einen langen Oberkörper hat, dient die Barilla-Packung als Sehhilfe.


Chanel N°5
Die unangefochtene Nummer eins der meistverkauften Parfüms ist zugleich auch das älteste Parfüm der Duft-Klassiker: Chanel N° 5 aus dem Jahr 1921.


Fragt man Kundige nach gutem Produktdesign, werden natürlich zwei Namen genannt: die Firma Braun (Kronberg im Taunus) und ihr Designer Dieter Rams. Regalsystem "606"

"Less and More. Das Designethos von Dieter Rams" Titel einer großen Ausstellung bis 05. September 2010 im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst. 1961 - 1995 war Rams Chefdesigner bei dem Unternehmen Braun.
Apropos: Mein Schulfreund Roland Ullmann war von 1972 bis 2010 im Braun Design Team verantwortlich für den Bereich Elektrorasierer.
[...]



Meine Hohlkehlen (eigentlich sind es keine) sind nicht mit dem Fuß gemalt oder in der Art, sondern großflächige Bilder von zwei Malerinnen; nämlich von ... (1982, 'Der Weg nach Offenbach') und ... (1992, 'Flugzeug und Revolverhalter').


Nein, wie jetzt: Auch ein selbst gestricktes Spritzendeckchen ist Design? Doch, doch. Denn die Moderne hat den Begriff keineswegs für sich gepachtet. Ganz einfach, Design ist alles was irgendwie gestaltet ist.


[...]


 

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