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Souveniers am Wegesrand

 Eine Spätsommerreise durch Frankreich - und die Souvenirs wachsen am Wegesrand. Ich zeige Ihnen fünf Orte und dazu die Blumen, die Sie dort pflücken können.

Souveniers am Wegesrand - Mersault

1 - Der Weg: Die kleine Straße von Volnay nach Meursault führt leicht kurvig an uralten Umgrenzungsmauern an den hochpreisig gehandelten Weinerzeugern der Welt entlang.
Der Tipp: Falls Sie mit einem Camper unterwegs sind, dann unbedingt Camping „La Grappe d’Or“ (Das ist doch wenigstens einmal ein Name!).
Der www.vieux-pressoir.com/ Richtung der N 74 wäre so eine Adresse, wo man günstiger Weine bekommen kann. ‎


2 - Der Weg: Führte über die Orte Semus-en-Auxois, Vèzelay (1146 Aufruf zum zweiten Kreuzzug), Sancerre (weinselig), nach Chenonceaux.

Also, zwischen Montrichard (Partnerstadt von Eltville) und dem Château Chenonceaux an der
N 151 (nicht nur dort) gibt es riesige Sonnenblumenfelder.
Ansonsten, diese Gegend ist so geschichtsträchtig, es wird einem schwindlig.

Der Tipp: Mit dem Camper sollten Sie den Campingplatz „Le Moulin Fort“ direkt an der Cher anfahren und dort nächtigen.

Man kommt mit Englisch durch: nur Engländer, Schotten,… und morgens um 10 Uhr können Sie als einer der Ersten, bevor tausende Chinesen kommen, ins Chateau gehen.
Euronackt

3 - Der Weg: Von Oradour dann östlich an Cognac(!) vorbei durch Royan. Mit der Fähre (Bac) nach Le Verdon-s-Mer (Im Ersten Weltkrieg wurde hier über eine Million amerikanische Soldaten eingeschifft.

– Im Zweiten Weltkrieg, … siehe www.juergenfeldpusch-siemens.de/le_gurp_organisation_todt.htm
 
Also, zwischen Le Verdon-s-Mer und Montalivet, unserem Reiseziel, wächst/blüht in dieser Jahreszeit außer dem Heidekraut nicht viel. Trotzdem schön.

Der Tipp: Sie können, müssen aber nicht. Mit dem Camper übernachten in Europa größten Nudistenzentum. Euronackt, quatsch „Euronat“ www.euronat.fr/de/.
Fasst nur deutsche Nudisten. Sie stehen selbst in der Boucherie (Metzgerei) nackt vor dem Tresen.
Herrlich! - Es ist mitunter von Vorteil, ein Praktikum im Altenheim gemacht zu haben.

Ja ansonsten, die Tage sind strukturiert: Jeden Tag um zwölf bei „Michel“ am Austernstand auf dem Markt in Montalivet. Bei Sonnenuntergang am Strand, gucken.

Dazwischen lesen, z.B. „Wein & Krieg“, Don & Petie Kladstrup oder die „Essais“ von Montaigne.
Musik: zum Beispiel, CD, „Cool Frénésie“, von Les Rita Mitsouko.

Das kann Tage, zwei, drei Wochen so gehen!
Naziverbrechen in Oradour 1944

4  - Der Weg: Führte weiter über die Loire Schlösser Azay-de-Rideau, Chinon,
dann - wie so oft - südlich Richtung Limoges.

Ja, auf der Fahrt nach Montalivet/Medoc sind wir mit den Rückfahrten etwa 40 Mal aus Scham nicht den kleinen Umweg von Limoges nach Oraduor-sur-Glan gefahren.

Ich kannte die Geschichte des Ortes, die der 642 Bürger, Bürgerinnen und Kinder, die am 10. Juni 1944 durch Angehörige der SS-Division „Das Reich“ niedergemetzelt wurden und den kompletten Ort zerstörten.

Aber im September 2013 fand ich den Mut dazu. Ich war wieder einmal entsetzt über das, was die Generation meines Vaters dort angerichtet hat.

Allerdings: Diese Generation, die Generation meiner Eltern, konnte ja nichts dafür, dass sie in dieser Zeit gelebt hat. Sie ist da hineingeschlittert, zum Teil. Und jetzt liegt über dieser Generation ein schwerer Vorwurf, von dem nur wenige ausgenommen sind. Damit geschieht vielen Unrecht.

Am Ausgang der Gedenkstätte sagte meine Frau zu der Dame an der Souvenir-Kasse, wie sehr wir als Deutsche uns betroffen und beschämt fühlten. Und sie sagte: „Madame, c’est l’historie – I’avenir est devant nous!“ („Madame, das ist Geschichte – die Zukunft liegt vor uns!“)

P.S. Am 4. September 2013 besuchte Bundespräsident Gauck das Dorf der SS-Schande.




5 - Der Weg: Führte wieder zurück über die Fähre nach Royan.

Diese Stadt wurde während des Zweiten Weltkrieges, da von den Deutschen besetzt, von englischen Bombern dem Erdboden gleichgemacht.

Also Richtung Cognac, danach – nein leider nicht Richtung Süden Dordogne und und – sondern wieder zur Loire nach Cour-Cheverny (Weinfest!) und am nächsten Morgen nach Cambord.

Die Blumen kann man auf dem kurzen Weg zwischen dem Chateau Cheverny und Cour-Cheverny abzupfen.

Der Tipp: Unbedingt im „Hôtel Saint Michel“ (Zimmer 7) keine 500 Meter vom Château Chambord übernachten.

Ich wiederhole mich: Dann können Sie morgens um 10 Uhr, vor all den tausenden Chinesen,
ins Château gehen.
Es gibt wenig Vergleichbares auf der Welt!

Zurück über Orleans, Troyes, Nancy (Ausflug mit einer Übernachtung, unbedingt empfehlenswert.),…

Á bientôt, Frankreich.

P.S. Wir hätten auch über Ottrott/Elsass fahren und im Hotel L'ami Fritz einkehren können/müssen/sollen (= Modalverben), aber leider keine Zeit. - Hätte, hätte,…




Ein Foto habe ich noch gefunden: Barbara Feldpusch vor dem Chateau Ussé am
Ufer des Indre, mit einer Hopfendolde.



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