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Viele Grüße aus Wiesbaden


 
Gesehen auf dem Wiesbadener Wochenmarkt.
"Ohne Moos nix los!"
Wohl war. Schon der Blick auf die Preisschilder im Schaufenster der Wilhelmstraße lässt keinen Zweifel daran: Wer hier richtig einkaufen will, braucht etwas mehr Kleingeld.

In diesem Sinne: Grüße aus Kiesbaden
Ein Kunde in Deutschland zahlt für ein gutes Hemd locker
100 EURO. Die Näherin in Vietnam bekommt davon nicht mal einen Euro. Wo bleibt der Rest?
Weiter Richtung Innenstadt hängen vor einem Fast-Food-Laden ("Lass mal zu McDonald's.") Jungs mit gezupften Augenbrauen und Goldkettchen um den Hals die Zeit ab. Bei schönem Wetter hocken sie zu Dutzenden und spielen auf ihren Handys böse Musik von Bushido und Massiv.
Ihr Lieblingsworte sind "Hurensohn" oder "Respekt". Ihr technisches Geschick beschränkt sich auf das Auftragen von Haargel und sie heißen
z.B. Igor, Ilham oder auch Kevin und ihre Freundinnen haben Namen wie, Deborah-Chantal Meyer oder Chiara-Roxana Müller.
Nein liebe Deborah-Chantal, braune Kühe bringen keinen Kakao und Adventskränze wachsen nicht auf Bäumen.
 

Grüße aus armes Wiesbaden, Spießbaden, Fiesbaden, Stillosigkeitsbaden und
[...]
Kleidsamer Schuh in korkoptik.
Vom Preis her gesehen, in Wiesbaden für nicht wenige, jetzt kommt wieder dieses Würgwort; ein Schnäppchen.
Wie auch immer: Auf diese Schuhe abgestimmt gibt es eine Tasche für 398,00 Euro.
Schön, dass wir nun auch das wissen, es war sehr wichtig.
 
Also in punkto Geschmack, so meine Erfahrung, sind nicht wenige Wiesbadener nicht ganz stilsicher.
Er trug übrigens eine mittellange Gel-Nackenrolle und ein monogrammiertes Hemd.
Gesehen August/Weinwoche -

Es ist manchmal die Parade von Deppen!
Hier lautet meine Botschaft: Man muss nicht jeden Scheiß mitmachen, der möglich ist!
Ja, diese Worte mussten jetzt einmal ausgeschrieben werden.
 

   [...]
Zaghafter Protest
Bauzaun an den 'Dernschen Höfen' in Wiesbaden
Es muss Englisch sein. In Englisch macht einfach alles einen wichtigen Eindruck.
Für mich ist Deutsch eine Herzenssache, ich spreche gerne deutsch.
mouseover:
"Bitte touchen Sie mit dem Chip, um sich zu identifizieren".
Gesehen im Thermalbad Wiesbaden.
Dort wird im Eingangsbereich bei einer fehlerhaften Bedienung dieser Text angezeigt.
Weltläufigkeit geht anders.
 
Grüße aus Spaßbaden
Die Fastnacht bringt auch in Wiesbaden jedes Jahr aufs Neue ungeahnte Talente auf die Straße.
Köln ist 175 Kilometer von Wiesbaden entfernt. Seit über 800 Jahren wird in Köln Karneval gefeiert.
2012 lautet das Kölner Karnevalsmotto sinnig: “Jedem Jeck sing (seine) Pappnas”.
 
Wiesbaden liegt übrigens nördlich von Mainz.
Das erkennt man daran, dass...
Apropos, Mainz, weiß doch jeder, dass wir der "ebsch Seit" vor allem in Sachen Glamour um Einiges überlegen sind.
 
Frankfurt liegt circa 35 Kilometer östlich von Wiesbaden.

Grüne Soße
[...]
 
Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus dem Epitaph (Grabdenkmal) für den 1518 gestorbenen Ratsherrn Andreas Hirde aus dem Frankfurter Dom mit der "Ecce-home"-Szene. Pontius Pilatus führt den dornengekrönten Christus der Menge vor.
Er sprach dabei der Überlieferung nach die Worte: "Seht, da ist der Mensch" (lateinisch "Ecce homo").
   
"Handkäse mit Musik" und (mouseover) so genannte "Bembel", gesehen im "Gemalten Haus", Frankfurt am Main, Sachsenhausen. "Geh' doch zum Teufel!",
gesehen in Frankfurt am Main, Kleiner Hirschgraben 4

mouseover:
"Süßer" und "Rauscher" - Gesehen auf dem Markt an der Konstabler Wache, Frankfurt
 
Wir schreiben den April 2010: Vor vier Monaten hat Hollister im Frankfurter Einkaufstempel "My Zeil" seine Pforten eröffnet.
Wer zum Teufel ist Hollister?
Die amerikanische Modefirma schaltet keine Anzeigen, plakatiert nirgends, wirbt einfach nicht.
Trotzdem steht sich die Kundschaft vor dem Laden die Beine in den Bauch.
An den beiden halbnackten Prachtkerlen am Eingang kann es nicht alleine liegen.
Und da wir im weinseligen Rheingau leben, gibt es dazu die passende Hose im vintage-look.

Ach ja, dass die Jeans in der Herstellung zwischen sechs (Indien) und acht (China) Euro kostet und zwar jede Jeans, auch das später für 250 Euro verkaufte Designerteil, wissen Sie sicherlich?
 
20. April 2010, Hauptbahnhof Wiesbaden, Teilansicht
Der Himmel hat frei. Keine Flugzeuge. Also auch keine Kondensstreifen. Ein Frühlingstag
wie ein Gedicht. Wo ist bloß die Asche?
Mai 2010: Sie fliegen wieder.
Die einen zahlen fürs Fliegen, die anderen nicht.
 
Juli 2010 - Jedem Monat liegt ein Zauber inne.
"Vermeiden Sie jede Art von Schattenbildung."
Eine gottlob "open end" Kunstaktion.

Wiesbadener Kunstsommer im Nerotal - Teilansicht Kunst im öffentlichen Raum - Pflichtübung nicht nur für Kunstinteressierte.
Alles eine Frage des Geschmacks: Wiesbadener Fußball-Fans schrecken ganz offensichtlich vor nichts zurück. Deutschland - Argentinien: 4 : 0

Seine Freundin. Die is so blond so. Ischwör, Alter, war so.
 
 
Auch ich, ein Überbringer störender Botschaften:

Wir befinden uns im Jahre 2010, im Oktober
Liebe Grüße aus Wüsbüden!
Meine mitteleuropäische Herkunft prägt mein Schönheits- und Werteideal. Deshalb finde ich auch keinen Gefallen an einer gesellschaftlich-religiösen Vorschrift, wie dem Verhüllen von Frauen. Das ginge ja vielleicht noch, aber bei Kindern?
Vormodernen Vorschriftenreligionen kann ich nichts abgewinnen.
Gottlob bestimmen unseren realen Alltag, eben nicht die Religionen. Das mögen manche bedauern, aber es ist so.

Versus: wollüstig zur Schau getragene westliche Dekadenz.
Gesehen auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt.
 
 
Ja, auch dies ist Wiesbaden:
Schwalbacher Straße, Wellritzstraße
"Satin iki, bir serbest olsun."
Nun, international wird hier nicht geworben, aber am Endverbraucher orientiert.
Befinden wir uns doch in einer Gegend in der es eher 1-Euro-Läden, 2-Euro-Läden, 3-Euro-Läden usw. gibt.
Übersetzt heißt das nämlich: "Buy two, get one free!"

Die Frauen mit den Moncler-Jacken und den richtigen Stickereien auf der Jeans von der Wilhelmstraße wissen wahrscheinlich nicht einmal, dass es diese Straße gibt.

Auch Wiesbaden ist eine Stadt und doch sind es zwei Welten, deren Bürger sich nicht begegnen.
Noch ein prima Foto:
Helal¹, warum nicht? Die Bilder sehen allerdings aus, als würde hier ein frittiertes Kniegelenk oder eine gallige Gastritis angeboten oder geht es hier gar um eine Nahaufnahme von einer äußerst schmerzhaften Geschlechtskrankheit oder um überfahrene Hühner oder hat hier einer in der Ramadanzeit tagsüber mit der Klebepistole gespielt?
Also, lieber Imbissbesitzer, mit solchen brutalen Abbildungen locken Sie keine Damen aus der Wilhelmstraße in Ihren Laden.
Übrigens, das Haus wurde 1902 errichtet.1910 wurde es um Elemente des geometrischen Jugendstils bereichert.

zu 1 Die Lebensmittel sind garantiert nicht mit einem Schweinehaarschrubber oder alkoholhaltigem Reinigungsmittel in Berührung gekommen.
  Wiesbaden Wochenmerkt
Vorwort: Ich habe wahrscheinlich die viert- oder fünftgrößte Orangenpapier-Sammlung  Deutschlands mit Mohrenmotiven.
Am letzten Samstag sah ich und kaufte mit Freude auf dem Wiesbadener Wochenmarkt MORO Blutorangen im durchscheinenden Einwickelpapier mit dem „Mohr“. In diesem Fall eine Mohrin mit roten, schwülstigen Lippen und riesigen Ohrringen.
Oh, dachte ich mir, wenn jetzt eine Antidiskriminierungsbeauftragte kommen würde, sie würde wahrscheinlich die Marktverkäufer standhaft auffordern, das Einwickelpapier zu entfernen. Ich kaufte kurzerhand den ganzen Bestand auf.
Dazu passt: Welt am Sonntag, 26. Februar 2012
Kolumne: Peter Dittmar
"Nie mehr Nigger, Neger oder Mohr"
Der Autor wundert sich in seinem Artikel, ich meine zu Recht „über den Eifer, mit dem immer wieder Bücher politisch korrekt ‚bereinigt‘ werden." Okay, jeder weiß, dass dieser Begriff seit den 1970er Jahre zunehmend als rassistisch und abwertend konnotiert beschrieben wird. […]
Wer heute Begriffe wie Neger, Mohr usw. heranzieht, um einen Autor des vorherigen Jahrhunderts Böses zu wollen, der springt allerdings meines Erachtens zu kurz.
Gesehen auf dem Wiesbadener Wochenmarkt am Verkaufstand "Gut zum Leben".

Was esse ich da eigentlich, wenn ich nicht bei denen kaufe?
  Fürst zu Liechtenstein April 2014
Freitag, 15. März 2013:
Herzlich Willkommen Herr Bundespräsident Gauck in Wiesbaden zu Ihrem Antrittsbesuch.
Sehr geehrter Herr noch Ministerpräsident und Herr Innenminister. Ich hätte mir als Bürger diese Veranstaltung zwei Nummern kleiner gewünscht.
So viel Polizei! Ich wusste gar nicht, dass wir so viel haben. Man sieht sie nämlich tagsüber, abends und nachts nicht. Von wegen Prävention: Unsere Landespolizei glänzt durch Abwesenheit, sie hat sich aus dem öffentlichen Raum zurückgezogen. Höchstens wenn "hoher Besuch" angesagt ist oder der jeweilige Innenminister einen Aktionstag verkündet hat, bewegen sich die Beamtinnen und Beamten nach draußen.

Ich vermute, sie sitzen, so die Unterstellung, trotz inzwischen Fachhochschulausbildung, in ihren schlecht gelüfteten Revieren, essen Fleischwurst oder schlechte Fertigpizza und reichen die BILD-Zeitung der Frühschicht über die Spätschicht zur Nachtschicht weiter.
Gottlob sollen sie ja, seit Frauen eingestellt worden sind, nicht mehr so viel furzen und rülpsen.

Sie erkennen, die Wertschätzung gegenüber unserer Landespolizei ist selbst bei Mittelschichtbürgern recht gering.
Entschuldigung, aber dieser grimmige Satz musste einfach einmal sein.
Lese ich doch jeden Morgen in meiner Lokalpresse als Eckenbrüller, dass wieder einmal eine Oma oder ein Opa und vor allem junge Leute eine „über die Rübe gezogen“ bekommen haben. Oder diese „Affen in Raketen“, die eigenes Recht setzen und fahren, parken wie sie wollen.

Sehr geehrter Herr Innenminister, schicken Sie doch einfach einige von diesen Beamten auf „die Gass“.
Raus aus den Revieren und die Kriminalitätsstatistik braucht nicht gefälscht werden.

Ich habe definitiv nichts Besseres zu tun:
Wiesbaden vor dem Schloss, 01. April 2014, 12:00 Uhr, strahlender Sonnenschein.

Und, wer kam? Richtig, die zweite Fahne sagt es. Der Fürst von Liechtenstein.
Ja, jetzt holen Sie ihren verstaubten Schulatlas hervor und schauen nach.

Empfangen wurde er mit „halbgroßen Geschirr“ (Sechser- Motorradstaffel). Beim Dalai Lama war es das „große Geschirr“ (Zwölfer-Motorradstaffel). Der Protokollchef Herr Beine war wieder ganz „uffgerecht“.

Apropos: Der Haushalt des Fürstentums Liechtenstein entspricht ungefähr dem des Haushaltes der Stadt Wiesbaden. Das sind? Más o menos knapp über eine Milliarde Euro, wobei das Fürstentum mit über 250 Millionen CHF und Wiesbaden mit knapp 60 Millionen verschuldet ist.
Ein Dankeschön an ihre Kommunalpolitiker könnte hier durchaus einmal fallen! Danke!

Auch ja, „Großes Geschirr“. Leider hat sich die Landespolizei, das ist mein Eindruck, aus der Öffentlichkeit verabschiedet.
Bei so einem „Staatsbesuch“ sieht man dann das Potential.

Vielleicht müssen die Jungs aus den Banlieues Wiesbadens erst einmal ordentlich Zoff machen, damit man wieder einmal einen Polizisten auf der „Gass“ sieht.

[...]
Ich habe ein ganzes Wochenende damit zugebracht, eine Bildunterschrift für dieses Foto zu finden. Also:
Die neue Pisa-Studie: Leseleistungen bei Migrantinnen und Migranten verbessert:
Ah, eine SMS von Tante Ülüsüm: "Lieber Ali, wenn du in die Disco gehst, handle nach der Maxime: Befreie dich aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit, sapere aude!" -
Voll krass, ey.
Speisekarten, die speckig und mit braunem Kunststoff überzogen sind. In diesen Karten entdeckt man nicht selten den Halbsatz: "Draußen nur Kännchen." - Da durchstrahlt mein Inneres ein Gefühl der Geborgenheit.


Wobei, "Coffee to go" findet ich ein wenig würdeloser.

[...]
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